Naturheilpraxis-Britz

Schafgarbe Achillea millefolium



Die Schafgarbe gehört zur Familie der Korbblüter und kann als Schwester der Kamille gesehen werden. Beide Pflanzen sind genügsam und wachsen bevorzugt auf trockenen Wiesen und an Weg- und Feldrändern. Sie ähneln sich in ihren Wirkungen und Inhaltsstoffen.
Im lateinischen Namen taucht der berühmte Held „Achilles“ auf. Der Sage nach wurde er im Kampf an der Ferse verwundet ( also an der „Achillessehne“ ) und heilte sich mit Schafgarbe. In der Tat ist die Pflanze blutstillend, besonders gut für hellrote Blutungen. Sie kann bei äußerlichen Verletzungen zum Einsatz kommen, aber auch bei inneren Blutungen. ( Natürlich sollte dabei ein Mediziner/Medizinerin aufgesucht werden, da ernsthafte Erkrankungen vorliegen können.) Besonders gut reagiert die chronisch entzündete, blutende Blasenschleimhaut auf eine Teekur. Aber auch Hämorrhoidalblutungen lassen sich positiv beeinflussen. Hilfreich sind hier innerliche und äußerliche Anwendung ( Sitzbäder: Schafgarbe zusammen mit Eichenrinde und Hamamelis).


Im Volksmund wurde die Schafgarbe auch „ Augenbraue der Venus“ genannt, was sehr schön die Form ihrer Blättchen beschreibt und auch auf ihre besondere Beziehung zur Behandlung von Frauenleiden hinweist. Ihre Wirkung kann als mild erwärmend, stärkend, aber vor allem krampflösend auf den gesamten Bauchraum beschrieben werden. Der Magen profitiert sowohl von den leichten Bitterstoffen (die aber im Vergleich zu anderen Magenkräutern durchaus moderat sind ), als auch von den entzündungshemmenden und entkrampfenden ätherischen Ölen. Hier kann gut die enge Verwandtschaft zur Kamille gesehen werden. Speziell auch bei nervösen Verspannungen im Unterleib und Menstruationskrämpfen leistet die Schafgarbe gute Dienste. Innerlich als Tee
(zusammen mit Gänsefingerkraut und Frauenmantel), äußerlich als feucht-warme Auflage .

Feucht-warme Auflage mit Schafgarbenkraut:

  • auf den Unterbauch bei Menstruationskrämpfen
  • unter den rechten Rippenbogen zur Behandlung von Leber und Galle gelegt,
    hat es den schönen Namen „Leberdusche“
    am Besten dazu mittags ab 13:00 Uhr für eine halbe Stunde hinlegen


Herstellung:
50 g Schafgarbenkraut in ein Leinenkissen einnähen. Eine Seite nicht vernähen, sondern mit Sicherheitsnadeln oder großen Stichen grob schließen. In einem Topf  wenig Wasser zum Kochen bringen und ein Sieb hineinhängen, so dass das Sieb nicht im Wasser hängt. Dann das Kissen ins Sieb hineinlegen und sich mit Wasserdampf vollziehen lassen. So heiß oder warm, wie es angenehm ist, auflegen. Mit einem Handtuch und einer Wolltuch zudecken.
Das Kräuterkissen kann bis zu 10x verwendet werden, wenn es immer wieder gut getrocknet wird.

Probieren Sie es aus, es ist wirklich eine Wohltat.

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