Naturheilpraxis-Britz

Feldstiefmütterchen

Viola tricolor
Die Urform der bekannten Zucht-Stiefmütterchen ist ein eher kleines hübsches Blümchen, das gerne auf Äckern und Wiesen, aber auch im Garten wächst. Das Stiefmütterchen ist ein typischer Begleiter des Roggens; dessen Wurzelausscheidungen lassen es besonders gut gedeihen. Außer Kalk mag es jeden Boden. Die Volksmedizin nannte es  z.B. Dreifaltigkeitsblume oder Stiefmutterstuhl (die obersten Blütenblätter sind zwei Stühle, welche die Stiefmutter beansprucht; auf den beiden seitlichen daran sitzen ihre eigenen beiden Töchter und den untersten müssen sich ihre Stieftöchter teilen).

Die Dreifarbigkeit der Blüten wies den früheren Naturheilerinnen den Weg zur „Dreifaltigkeit“. Damals wurde noch die Göttin in ihren drei Aspekten verehrt: Junge Frau (keimende, wachsende Natur), fruchtbare Frau (blühende, fruchtende, nährende Natur), weise Frau (dahingehende, scheidende Natur). Die „böse Stiefmutter“ hat ihren Ursprung wahrscheinlich in dieser Mythologie.

In der Heilkunde ist das Stiefmütterchen eine gute Kinderpflanze. Vor allem bei Hautleiden wie zum Beispiel: feuchtes oder trockenes Ekzem, Gesichtsekzem und Milchschorf leistet es wertvolle Dienste. Es gilt als sehr gut blutreinigend. Blutreinigende Heilpflanzen fördern meist die Entgiftung über ein Ausscheidungsorgan (Leber, Niere, Darm, Haut). Stiefmütterchenkraut wirkt vor allem schweißtreibend auf die Haut und harnstoffausscheidend auf Leber und Niere.
Die allergischen Hauterkrankungen (Neurodermitis) der Kinder sind auf dem Vormarsch. Das hat die unterschiedlichsten Gründe. Mit verantwortlich sind Nahrungsmittelallergien oder –unverträglichkeiten, oftmals Kuhmilch oder Getreideprodukte. Kommen die Getreideallergien vermehrt auch dadurch zustande, weil in unseren Feldern Monokultur herrscht, also alle Beikräuter verschwunden sind? Vielleicht würden die Wurzelausscheidungen der Stiefmütterchen den Roggen wieder verträglicher machen.

Durch die in der Pflanze enthaltenden Schleime wirkt sie auch bei trockenem Husten und bei Halsentzündungen. Weitere Einsatzgebiete sind rheumatische Erkrankungen, wie Gicht und Gelenkrheuma. Hier dient es eher als Begleittherapie

Unten stelle ich Ihnen einen blutreinigenden Tee mit Hauptwirkung auf die Haut vor. Die Haut ist, wie schon erwähnt, ebenfalls ein Entgiftungsorgan. Wenn jetzt ihre Ausscheidungsfunktion angeregt wird, kann es vorübergehend auch zu einer Verstärkung eines Ausschlages kommen. Wenn Sie diesbezüglich Fragen haben, können Sie mich gerne anrufen. Sehr positive Wirkung auf die Hautfunktion bei trockener Winterhaut haben bestimmte Fettsäuren, die sich z.B. im Nachtkerzenöl finden. Dieses ist in Kapseln erhältlich. Sie benötigen eine ausreichend hohe Dosierung (z.B.3-4 x täglich 2 Kapseln).
Die Grundlage einer guten Hautfunktion bildet ein gesunder Darm.

Blutreinigender Tee mit Hautwirkung

Stiefmütterchenkraut 20 g
Queckenwurzel 20 g
Cichorienwurzel 25 g
Walnußblätter 20 g
Brennesselkraut 20 g
Erdrauchkraut 20 g
Queckenwurzel 25 g

 

2x täglich 1 Tasse vor dem Essen trinken

1 Teelöffel/Tasse

15 Minuten ziehen lassen

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