Naturheilpraxis-Britz

Husten

Dieser Winter bringt mal wieder viel Husten und fieberhafte Erkrankungen mit sich. Bei der Behandlung von Husten sollte immer unterschieden werden, welche Art Husten vorliegt.

Der Reizhusten ist ein meist trockener Husten, der oft in der Kehle beginnt und durch kleinste Reize ausgelöst wird, z.B. durch Einatmen von kalter Luft. Zur Behandlung eignet sich vor allem Spitzwegerich als Tee oder Sirup. Dieser legt einen leichten Film auf die empfindlichen Schleimhäute und wirkt so beruhigend. Diese sanfte Heilpflanze eignet sich auch gut als Wintertee für Kinder gegen hartnäckigen Husten. Grundsätzlich sollte ein Reizhusten mit Schleimhaltigen Heilpflanzen behandelt werden, um die gereizten Schleimhäute zu beruhigen. Große Mengen an Thymiantee oder Eukalyptusinhalationen sind hier fehl am Platze, da dieses die Schleimhäute noch mehr trocknen würde.


Thymian und Salbei stehen zwar im Garten oft nebeneinander, haben aber recht entgegengesetzte Wirkungen:

Thymian ( Thymus vulgaris)
Der Thymian ist eine uralte Heilpflanze. Im alten Ägypten wurde sie zu Desinfektion der Mumien verwendet.

Die enthaltenden ätherischen Öle wirken sehr stark desinfizierend gegen Bakterien, Pilze und verschiedene andere Erreger. Das macht den Thymian zu einer sehr nützlichen Heilpflanze bei allen bakteriellen Entzündungen.
Thymiantee wird zur Schleimlösung und Schleimverflüssigung eingesetzt. Bezogen auf den Husten kommt er bei "produktivem Husten" zur Anwendung, wenn Hilfe beim Abhusten nötig ist und die "Hustengeräusche" eher rasselnd sind.
Er hat außerdem schweißtreibende und harnfördernde Wirkung, bringt also unsere Säfte in Bewegung und nach außen. Das ist bei einer grippalen Erkrankung zur Unterstützung der Entgiftung sehr nützlich. Wenn der Mensch aber sowieso schon sehr schwitzt, z.B. aus Schwäche oder bei bestimmten Lungenerkrankungen, sollte lieber Salbeitee getrunken werden.
Bei bakterieller Blasenentzündung kann eine desinfizierende Durchspültherapie mit größeren Mengen Thymiantee aus dem Teufelskreis : Entzündung – Antibiotika - neue Entzündung ...heraushelfen ( NICHT bei Herz- oder Nierenleiden ohne den Rat eines Therapeuten / Therapeutin ). Bei Magenbeschwerden kann Thymian durch seine aromatischen Öle und leichten Bitterstoffe wohltuend sein.

 Salbei  ( Salvia officinalis )
Salbei ist die komplementäre Schwester des Thymians. Während Thymian aus dem nordwestlichen Mittelmeerraum ( Spanien, Frankreich ) kommt, bevorzugt der Salbei Südwesteuropa (Griechenland).
„Salvia“ kommt vom lateinischen „salvare“  und bedeutet „heilen“. Er wurde äußerst vielfältig verwendet. Im Wesentlichen war er als Stärkungsmittel zu sehen und wurde gerne nach langer, erschöpfender Krankheit getrunken. Gerade nach Lungenentzündung blieb oft ein lästiges Schwitzen mit Schwäche für lange Zeit bestehen. Regelmäßig 2- 3 Tassen Salbeitee können Abhilfe verschaffen. Salbei wirkt auch in den Wechseljahren  regulierend auf eine erhöhte Schweißproduktion. Allerdings sollte eine Teekur ohne therapeutischen Rat nicht länger als 6 Wochen dauern.  Auch bei der Behandlung von Entzündungen im Mund- und Rachenraum kann Salbei nützlich sein. Einfach einen starken Tee kochen und damit gurgeln oder spülen. Wenn Sie abends abgespannt, aber trotzdem aufgedreht von den Ereignissen des Tages nach Hause kommen, hilft eine Tasse dünner Salbeitee wunderbar, die eigene Ruhe wiederzufinden. Probieren Sie es aus!

Stillende Frauen sollten Salbei meiden, da die Milchproduktion gehemmt wird.

 

Schmackhafter Kindertee mit Hustenberuhigender Wirkung

Königskerzenblüten 10 g
Spitzwegerichblätter 30 g
Anisfrüchte 30 g
Eibischwurzel 30 g
Süßholzwurzel 30 g

3x täglich 1 Tasse

1 Teelöffel/Tasse

15 Minuten abgedeckt ziehen lassen

Kann mit Honig gesüßt werden

 

Magentee mit hustenlösender Wirkung nach DAB 6 (specis aromatica)

powered by WIZMO