Naturheilpraxis-Britz

Mineralstoffe im Herbst

Sowohl der Mensch als auch die Natur unterliegen bestimmten Rhythmen von Auf- und Abbau. So ist es im Frühling günstig, die nach außen strebende Kraft der Natur zu nutzen und den Körper zu entgiften. Im Herbst ist es genau umgekehrt: Die Natur zieht sich in sich selbst zurück und reduziert sich auf das Wesentliche. Bäume und Büsche werfen ihre Blätter ab, sie ziehen alle Kraft nach Innen. Wenn wir etwas für unsere Knochen tun wollen, ist jetzt der günstigste Zeitpunkt dafür. Mineralstoffhaltige Heilpflanzen werden benötigt und ihr Einbau in unsere festen und weichen Gewebe wird besonders gefördert.

Ackerschachtelhalm (Equisetum arvense)  ist eine Heilpflanze mit einem sehr hohen und auch gut zu verwertenden Kieselsäureanteil. Deshalb wurde er früher auch zum Putzen von Zinngeschirr verwendet, wovon noch der volkstümliche Name  „Zinnkraut“ zeugt.
Besieht man sich die Pflanze, so erinnert der segmentartige Aufbau des Stengels  mit den davon abgehenden „Ästchen“ an eine Wirbelsäule mit ihren austretenden Nervenfasen.  Laut  Signaturlehre (Zusammenhang zwischen Aussehen einer Pflanze und ihrer Wirkung) gilt dies als Hinweis für eine positive Wirkung auf die Wirbelsäule. Der Einbau des vielgelobten Calciums in die Knochen kann übrigens nur erfolgen, wenn im Körper auch genug Kieselsäure vorhanden ist.

In der chinesischen Medizin wird der Jahreszeit „Herbst“ das Organsystem „Lunge“ zugeordnet. Wie passend das auch für unsere Breiten ist, wird jeder verstehen, der an die heftigen Herbststürme denkt, die oft Bronchial- und Lungenleiden mit sich bringen. Auch hier wirkt der Schachtelhalm wieder doppelt positiv: Kieselsäure wird zur Stärkung des Lungengewebes als Stützsubstanz benötigt und verbessert gleichzeitig die Abwehrleistung der weißen Blutkörperchen gegen Infekte.
Ein weiteres Einsatzgebiet des Schachtelhalms ist der Bereich von Blase und Niere. Als Tee spült er die Harnwege durch, was bei Blasenreizungen, bzw. –entzündungen sehr wichtig ist und wirkt allgemein entwässernd, ohne jedoch Mineralstoffe mitauszuscheiden. (Durch chemische Entwässerungsmittel kommt es  zu einem Mineralmangel, besonders von Kalium.)
Bei Blasenentzündung kommt es oft zu Krämpfen im Unterbauch und starkem Brennen. Hier können Schachtelhalm-Sitz-Dampfbäder Linderung verschaffen. Dazu wird eine Handvoll getrocknetes Kraut mit 1l kochendem  Wasser überbrüht und in eine Schüssel gefüllt. Diese stellt man unter einen geeigneten Hocker oder Stuhl, auf den man sich setzt. Ein großes Handtuch über die Beine gelegt soll den Dampf an die richtige Stelle leiten. 15 Minuten einwirken lassen. Gerade bei Krämpfen setzt eine wohltuende Wirkung sehr schnell ein. Als Alternative kann auch das angefeuchtete Kraut in Leinen eingeschlagen werden und warm auf den Unterbauch aufgelegt werden.

Mineralstoffhaltiger Tee für Knochen und Lunge 
Schachtelhalmkraut 30 g
Brennesselkraut 20 g
Spitzwegerichkraut 20 g
Mädesüßblüten 20 g
Islandflechte 10 g
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